Hier finden Sie Terminankündigungen und Berichte über Veranstaltungen und Aktivitäten der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll.
Bei der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG steht ein Wechsel im Vorstand an: Zum 1. Oktober wurden Thomas Fischer und Dr. Gerold Kreuter vom Aufsichtsrat neu in den Vorstand gewählt. Gleichzeitig verabschiedet sich Ernst George aus Altersgründen nach 15 Jahren aus dem Vorstand.
Ernst George gehörte seit der Gründungsversammlung am 26. September 2011 dem Vorstand der Energiegenossenschaft an. Damals war noch nicht absehbar, wie sich die neu gegründete Genossenschaft entwickeln würde. George hat von Beginn an die Entwicklung aktiv mitgestaltet, Verantwortung übernommen und sich mit großer persönlicher Energie für die Genossenschaft eingesetzt.
Im Laufe der Jahre eignete er sich umfangreiches Wissen zu den erneuerbaren Energien an. Auch im 85. Lebensjahr blieb er wissensdurstig, engagiert und aktiv. Mit seiner angenehmen und verbindlichen Art war er ein geschätztes Mitglied des Vorstandsteams. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands prägte seine Tätigkeit ebenso wie sein persönlicher Einsatz für die Ziele der Genossenschaft.
„Der Erfolg, den unsere Energiegenossenschaft in den vergangenen Jahren erreicht hat, ist auch ein persönlicher Erfolg von Ernst George“, würdigen Aufsichtsrat und Vorstand seine langjährige Arbeit. Dabei habe auch sein großes persönliches Netzwerk immer wieder dazu beigetragen, Lösungen für anstehende Herausforderungen zu finden und wichtige Kontakte herzustellen.
Aufsichtsrat und Vorstand verabschiedeten Ernst George mit großem Dank in seinen „zweiten Ruhestand“. Sie würdigten insbesondere seine langjährige engagierte Mitarbeit und seinen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung der Energiegenossenschaft.
Zwei neue Vorstandsmitglieder
Mit Thomas Fischer (links im Bild) und Dr. Gerold Kreuter (Mitte, rechts Aufsichtsratsvorsitzender Werner Braun) gewinnt die Energiegenossenschaft zugleich zwei neue Vorstandsmitglieder mit unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen und einem gemeinsamen Interesse an der regionalen Energiewende.
Thomas Fischer ist fest in der Region verwurzelt und verfügt über fundierte Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Finanzwesen. Als Mitarbeiter einer regionalen Bank bringt er umfangreiche Erfahrungen aus dem Finanzbereich mit. Darüber hinaus beschäftigt er sich seit vielen Jahren intensiv mit erneuerbaren Energien.
Eine besondere Rolle spielte Fischer bei der Entwicklung des Energiedorfes Schwalmstadt-Frankenhain. Er hat den Aufbau des dortigen Nahwärmenetzes von der ersten Idee bis zur Fertigstellung in diesem Sommer begleitet. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Nahwärme Frankenhain eG ist er zudem eng mit den Strukturen und Herausforderungen einer Energiegenossenschaft vertraut.
Auch Dr. Gerold Kreuter bringt vielfältige Erfahrungen und großes Interesse an den Themen Umwelt und Energie in seine neue Aufgabe ein. Der gebürtige und in der Region beheimatete Kreuter befindet sich im Ruhestand und beschäftigt sich auch privat intensiv mit erneuerbaren Energien. So betreibt er zwei Photovoltaikanlagen.
Beruflich war Kreuter über viele Jahre bei der Industrie- und Handelskammer tätig. Darüber hinaus engagierte er sich in verschiedenen Netzwerken und Organisationen, insbesondere mit Schwerpunkten in den Bereichen Umwelt und erneuerbare Energien. Mit diesen Erfahrungen bringt er sowohl fachliche Kenntnisse als auch ein breites Netzwerk in seine neue Aufgabe ein.
Mit dem Wechsel im Vorstand verbindet die Energiegenossenschaft Kontinuität und neue Impulse. Die langjährige Erfahrung von Ernst George wird künftig durch die unterschiedlichen fachlichen und persönlichen Kompetenzen von Thomas Fischer und Dr. Gerold Kreuter ersetzt. Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat soll die erfolgreiche Entwicklung der Energiegenossenschaft fortgesetzt und der Ausbau erneuerbarer Energien mit Bürgerbeteiligung in der Region weiter vorangebracht werden.
Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG blickte bei ihrer Generalversammlung abermals auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Vorstand und Aufsichtsrat berichteten über die positive Entwicklung der Genossenschaft, erfolgreiche Projekte sowie neue Herausforderungen im Bereich der erneuerbaren Energien.
Die Genossenschaft betreibt inzwischen 15 Photovoltaikanlagen und hat 2025 mehrere ältere Anlagen technisch modernisiert. Aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen gewinnen Speicherlösungen zunehmend an Bedeutung und sollen künftig bei neuen Solarprojekten eingesetzt werden.
Auch die beiden Windparks „Die Gleiche“ und „Bürgerwind Schwalmstadt“, an denen die Genossenschaft beteiligt ist, entwickelten sich 2025 positiv. Die Stromerzeugung verlief stabil, die wirtschaftlichen Ergebnisse ermöglichten weiterhin pünktliche Ausschüttungen an die beteiligten Mitglieder. Zudem zahlen die Betreiber seit Anfang 2025 freiwillig den sogenannten „Windcent“ in Höhe von insgesamt 130.000 Euro an die betroffenen Kommunen und stärken damit die regionale Wertschöpfung.
Die Bilanzsumme betrug im vergangenen Jahr 10,8 Millionen Euro, die Mitgliederzahl stieg auf 588. Trotz eines etwas geringeren Jahresüberschusses erhalten die Mitglieder eine Dividende von 3 Prozent sowie einen Bonus von weiteren 3 Prozent.
Bei den Aufsichtsratswahlen wurden Heinrich Gringel, Jürgen Kaufmann, Markus Schütz und Heinrich Vesper wiedergewählt.
Bürgerwind Schwalmstadt: Erweiterung am Teufelsberg nimmt weitere Hürden
Die Erweiterung des Windparks Bürgerwind Schwalmstadt am Teufelsberg um zwei Windräder schreitet planmäßig voran. Nachdem die Baugenehmigung im Juni 2025 erteilt wurde, konnten die erforderlichen Rodungsarbeiten fristgerecht abgeschlossen werden. Auch die Verträge mit dem Anlagenhersteller Enercon sind unterzeichnet, die Finanzierung des Projekts ist gesichert.
Die Mitgliederbeteiligung der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG wurde erfolgreich umgesetzt. Der Auftrag für den Bau der Infrastruktur wurde vergeben und die Arbeiten zur Herrichtung der Zufahrtswege und der Standortflächen beginnen in Kürze. Parallel wird die Kabeltrasse vorbereitet.
Die Errichtung der Windenergieanlagen durch Enercon ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der neuen Anlagen wird nach aktuellem Stand Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 erwartet.
Solarpark Michelsberg: Umsetzung nimmt Fahrt auf
Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG treibt die Entwicklung des Solarparks Michelsberg konsequent voran und hat das Projekt an die aktuellen Marktbedingungen angepasst. Die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage soll gemeinsam mit einem Großspeicher für Grünstrom realisiert werden.
Planungsstand "Windpark Wasenberg"
Das Projekt "Windpark Wasenberg" befindet sich unverändert in einem Vorstadium. Das Plangebiet zwischen Wasenberg, Wiera und Treysa ist erheblich kleiner geworden und wird nach jetzigem Stand nur noch für vier Windenergieanlagen Platz bieten. Die Abstände des Plangebiets zu den Ortslagen sind vergrößert. Sobald die vertraglichen Vereinbarungen mit Grundstückseigentümern abgeschlossen sind, können nach Beendigung der dann durchzuführenden naturschutzfachlichenund avifaunistischen Untersuchungen weitere Detailfragen beantwortet werden. Die einstimmigen Beschlüsse der Gemiendegremien in Willingshausen, die Arbeit der EAM Natur Energie GmbH und der Genossenschaft haben das Ziel ein Projekt mit größtmöglicher Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten zu entwickeln.
Im Jahr 2025 haben die „Bürgerwind Schwalmstadt GmbH“ und die „Windpark Die Gleiche GmbH“ freiwillige Vereinbarungen zu kommunalen Beteiligung nach § 6 EEG mit den Kommunen geschlossen. Je erzeugter und vergüteter Kilowattstunde Strom zahlen die Betreiber 0,2 Cent an die Kommunen.
Im Falle der „Windpark Die Gleiche GmbH“ betrifft dies die Gemeinden Ottrau und Schrecksbach sowie die Städte Neukirchen und Alsfeld. Alle zusammen erhalten für das Jahr 2025 rund 67.000 Euro. Der Gesamtbetrag teilt sich im Verhältnis der Flächen auf, die die jeweilige Kommune im Radius von 2,5 Kilometer um die jeweilige Anlage besitzt.
Im Fall der „Bürgerwind Schwalmstadt GmbH“ gehen die Zahlungen an die Stadt Schwalmstadt sowie die Gemeinden Gilserberg und Jesberg. Die Zahlungen an die drei Kommunen betragen zusammen rund 63.000 Euro und teilen sich ebenfalls im Verhältnis der Flächen auf.
Neben diesen Zahlungen erhalten die Gemeinde Ottrau und die Stadt Schwalmstadt Gewerbesteuerzahlungen, Zinserträge und Ausschüttungen aus den Windparks, da beide Kommunen Mitgesellschafter der jeweiligen Windparks sind.
Die Arbeiten zur Errichtung von zwei weiteren Windenergieanlagen durch die Bürgerwind Schwalmstadt im Windvorranggebiet „Teufelsberg“ bei Schwalmstadt Rommershausen-Dittershausen sind angelaufen. Im Juni 2025 hatte das Regierungspräsidium Kassel die Genehmigung zur Errichtung von zwei Anlagen des Typs Enercon E175 erteilt.
Unter Beachtung aller naturschutzrecht-lichen Auflagen sind die Arbeiten gestartet. Die Infrastruktur wird hergestellt, dies betrifft Kranstellflächen, Standorte und Zuwegungen. Die Errichtung der neuen Windenergie-anlagen erfolgt dann im kommenden Jahr. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027/Anfang 2028 geplant.
Finanzierung gesichert!
Zeichnung von Restbetrag noch möglich
Herzlichen Dank an alle Mitglieder, die ihr Interesse an einer Beteiligung an der Erweiterung des Windparks Rommershausen/Dittershausen bekundet haben. Die Finanzierung der Windenergieanlagen ist gesichert!
Es steht noch ein Restbetrag zur Verfügung, für den die Mitglieder noch zeichnen können. Die Beteiligung wird in bewährter Form über die Zeichnung von Geschäftsanteilen und die Gewährung von Nachrangdarlehen angeboten.
Neumitglieder sind herzlich willkommen. Wer noch nicht Mitglied ist, es aber werden möchte, zeichnet einen Geschäftsanteil und erhält dann die Informationen zur Beteiligung.