Hier finden Sie Terminankündigungen und Berichte über Veranstaltungen und Aktivitäten der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll.
Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG blickte bei ihrer Generalversammlung abermals auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Vorstand und Aufsichtsrat berichteten über die positive Entwicklung der Genossenschaft, erfolgreiche Projekte sowie neue Herausforderungen im Bereich der erneuerbaren Energien.
Die Genossenschaft betreibt inzwischen 15 Photovoltaikanlagen und hat 2025 mehrere ältere Anlagen technisch modernisiert. Aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen gewinnen Speicherlösungen zunehmend an Bedeutung und sollen künftig bei neuen Solarprojekten eingesetzt werden.
Auch die beiden Windparks „Die Gleiche“ und „Bürgerwind Schwalmstadt“, an denen die Genossenschaft beteiligt ist, entwickelten sich 2025 positiv. Die Stromerzeugung verlief stabil, die wirtschaftlichen Ergebnisse ermöglichten weiterhin pünktliche Ausschüttungen an die beteiligten Mitglieder. Zudem zahlen die Betreiber seit Anfang 2025 freiwillig den sogenannten „Windcent“ in Höhe von insgesamt 130.000 Euro an die betroffenen Kommunen und stärken damit die regionale Wertschöpfung.
Die Bilanzsumme betrug im vergangenen Jahr 10,8 Millionen Euro, die Mitgliederzahl stieg auf 588. Trotz eines etwas geringeren Jahresüberschusses erhalten die Mitglieder eine Dividende von 3 Prozent sowie einen Bonus von weiteren 3 Prozent.
Bei den Aufsichtsratswahlen wurden Heinrich Gringel, Jürgen Kaufmann, Markus Schütz und Heinrich Vesper wiedergewählt.
Bürgerwind Schwalmstadt: Erweiterung am Teufelsberg nimmt weitere Hürden
Die Erweiterung des Windparks Bürgerwind Schwalmstadt am Teufelsberg um zwei Windräder schreitet planmäßig voran. Nachdem die Baugenehmigung im Juni 2025 erteilt wurde, konnten die erforderlichen Rodungsarbeiten fristgerecht abgeschlossen werden. Auch die Verträge mit dem Anlagenhersteller Enercon sind unterzeichnet, die Finanzierung des Projekts ist gesichert.
Die Mitgliederbeteiligung der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG wurde erfolgreich umgesetzt. Der Auftrag für den Bau der Infrastruktur wurde vergeben und die Arbeiten zur Herrichtung der Zufahrtswege und der Standortflächen beginnen in Kürze. Parallel wird die Kabeltrasse vorbereitet.
Die Errichtung der Windenergieanlagen durch Enercon ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der neuen Anlagen wird nach aktuellem Stand Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 erwartet.
Solarpark Michelsberg: Umsetzung nimmt Fahrt auf
Die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll eG treibt die Entwicklung des Solarparks Michelsberg konsequent voran und hat das Projekt an die aktuellen Marktbedingungen angepasst. Die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage soll gemeinsam mit einem Großspeicher für Grünstrom realisiert werden.
Planungsstand "Windpark Wasenberg"
Das Projekt "Windpark Wasenberg" befindet sich unverändert in einem Vorstadium. Das Plangebiet zwischen Wasenberg, Wiera und Treysa ist erheblich kleiner geworden und wird nach jetzigem Stand nur noch für vier Windenergieanlagen Platz bieten. Die Abstände des Plangebiets zu den Ortslagen sind vergrößert. Sobald die vertraglichen Vereinbarungen mit Grundstückseigentümern abgeschlossen sind, können nach Beendigung der dann durchzuführenden naturschutzfachlichenund avifaunistischen Untersuchungen weitere Detailfragen beantwortet werden. Die einstimmigen Beschlüsse der Gemiendegremien in Willingshausen, die Arbeit der EAM Natur Energie GmbH und der Genossenschaft haben das Ziel ein Projekt mit größtmöglicher Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten zu entwickeln.
Im Jahr 2025 haben die „Bürgerwind Schwalmstadt GmbH“ und die „Windpark Die Gleiche GmbH“ freiwillige Vereinbarungen zu kommunalen Beteiligung nach § 6 EEG mit den Kommunen geschlossen. Je erzeugter und vergüteter Kilowattstunde Strom zahlen die Betreiber 0,2 Cent an die Kommunen.
Im Falle der „Windpark Die Gleiche GmbH“ betrifft dies die Gemeinden Ottrau und Schrecksbach sowie die Städte Neukirchen und Alsfeld. Alle zusammen erhalten für das Jahr 2025 rund 67.000 Euro. Der Gesamtbetrag teilt sich im Verhältnis der Flächen auf, die die jeweilige Kommune im Radius von 2,5 Kilometer um die jeweilige Anlage besitzt.
Im Fall der „Bürgerwind Schwalmstadt GmbH“ gehen die Zahlungen an die Stadt Schwalmstadt sowie die Gemeinden Gilserberg und Jesberg. Die Zahlungen an die drei Kommunen betragen zusammen rund 63.000 Euro und teilen sich ebenfalls im Verhältnis der Flächen auf.
Neben diesen Zahlungen erhalten die Gemeinde Ottrau und die Stadt Schwalmstadt Gewerbesteuerzahlungen, Zinserträge und Ausschüttungen aus den Windparks, da beide Kommunen Mitgesellschafter der jeweiligen Windparks sind.
Die Arbeiten zur Errichtung von zwei weiteren Windenergieanlagen durch die Bürgerwind Schwalmstadt im Windvorranggebiet „Teufelsberg“ bei Schwalmstadt Rommershausen-Dittershausen sind angelaufen. Im Juni 2025 hatte das Regierungspräsidium Kassel die Genehmigung zur Errichtung von zwei Anlagen des Typs Enercon E175 erteilt.
Unter Beachtung aller naturschutzrecht-lichen Auflagen sind die Arbeiten gestartet. Die Infrastruktur wird hergestellt, dies betrifft Kranstellflächen, Standorte und Zuwegungen. Die Errichtung der neuen Windenergie-anlagen erfolgt dann im kommenden Jahr. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027/Anfang 2028 geplant.
Finanzierung gesichert!
Zeichnung von Restbetrag noch möglich
Herzlichen Dank an alle Mitglieder, die ihr Interesse an einer Beteiligung an der Erweiterung des Windparks Rommershausen/Dittershausen bekundet haben. Die Finanzierung der Windenergieanlagen ist gesichert!
Es steht noch ein Restbetrag zur Verfügung, für den die Mitglieder noch zeichnen können. Die Beteiligung wird in bewährter Form über die Zeichnung von Geschäftsanteilen und die Gewährung von Nachrangdarlehen angeboten.
Neumitglieder sind herzlich willkommen. Wer noch nicht Mitglied ist, es aber werden möchte, zeichnet einen Geschäftsanteil und erhält dann die Informationen zur Beteiligung.